Kultur für Bücherfans – Erfurter Herbstlese

Ich bin ein großer Bücherfan, wenn ich könnte, würde ich den ganzen Tag nur lesen und mich in fremde Welten begeben, Abenteuer erleben und Neues entdecken. Ich liebe es, dass Bücher mir nicht genau vor geben wie eine Landschaft oder eine Person aussieht, sondern das so viel Platz für Phantasie bleibt.

Und was gibt es für einen Bücherliebhaber Tolles? Neben einer riesigen Bibliothek natürlich? Den Autor kennen zu lernen, der hinter einer Geschichte steht. Zumindest geht es mir so. Eine tolle Chance ist hierfür die Erfurter Herbstlese, sie ist zwar in diesem Jahr schon weit voran geschritten, aber ein paar Veranstaltungen gibt es noch. Hier werden Autoren eingeladen, wie der Name schon sagt, um aus ihren Büchern vor zu lesen und diese vor zu stellen.

Im letzten Jahr hatte ich das Glück Karten für Markus Heitz zu gewinnen, ein Fantasy-Autor, dessen Reihe „Die Zwerge“ ich verschlungen habe. Es ging in der Lesung um den dritten Teil einer weiteren Reihe „Die Legenden der Albae“ oder auch Dunkelelben. Und obwohl ich die ersten Teile nicht kannte, gab es keine Probleme sich in die Geschichte ein zu finden. Absolut klasse war hier auch die Stimme des Autors, er hat eine wahre Erzählerstimme, die den Zuhörer hinweg trägt. Einfach Wahnsinn. Und die Geschichte ist mal eine ganz andere, nicht nur die Guten müssen immer die Helden einer Geschichte sein, es geht auch anders und das beweist er.
Natürlich wanderte der erste Teil der Reihe gleich in meine persönliche Bibliothek und eine Widmung vom Meister selbst gab es auch.

Aber eigentlich wollte ich über eine Autorin sprechen, die ich gestern Abend live erleben durfte. Root Leeb und ihr Buch „Hero“. Ich kannte weder die Autorin noch eines ihrer Bücher vorher und war gespannt was mich erwartete. Ich wusste aus der Kurzbeschreibung, dass es sich um eine Familiengeschichte handelt, in welcher der Vater an Krebs erkrankt. Die Autorin betrat die Bühne und wurde vor gestellt. Sie hatte Germanistik und Philosophie studiert und war dann 6 Jahre lang Straßenbahnfahrerin in München. Von dort kam sie zur Malerei und schrieb schließlich auch Bücher.

Ein interessanter Mix, dachte ich schon mal und wurde von der Feder der Frau Leeb umgehauen. Sie schreibt sehr kurz und prägnant und verwendet dabei Worte die man in den modernen 0-8-15-Romanen einfach nicht findet. Sie malt Bilder mit ihren Worten und erschafft Figuren, die innere Monologe führen, die nicht ausgedacht wirken. Man glaubt wirkliche Personen vor sich zu haben. Und diese Menschen sind nicht einfach Bäcker oder Friseur von Beruf und leben ein stinknormales Leben, sie sind alle durchdacht und besonders. Um dies zu schaffen erfordert es einige Recherchearbeit, da bin ich mir sicher.

Über den Inhalt findet ihr bei Amazonnoch ein paar Informationen.

Für alle Fans des geschriebenen Wortes, für Menschen die beim Lesen gern mal schmunzeln, aber auch mal Tränen in den Augen haben wollen, nehmt euch „Hero“ und eine gute Tasse Tee und macht es euch in eurem Lieblingssessel bequem. Ich werde das auch tun, denn die Lesung hat mich neugierig gemacht, mehr über diese Familie zu erfahren.

Nach der Lesung konnte ich mich noch kurz mit der Autorin persönlich unterhalten und freue mich eine so sympathische Person kennen gelernt zu haben. Danke für den schönen Abend.

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